Säge angefahren 

Freitag wird das Richtfest gefeiert

UPJEVER - Der Verein "Gattersäge Upjever" fiebert den Richtfest entgegen. Dafür wurden alle Vorbereitungen getroffen, um am kommenden Freitag, 15. Juni, ab 18 Uhr diesen Anlass mit vielen Freunden, Mitgliedern und Sponsoren zu feiern.

Sein Kommen hat der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, ebenso zugesagt wie CDU-Landtagsabgeordnete Inse-Marie Ortgies und Landrat Sven Ambrosy. Weitere Vertreter der Kommunen, Ratsmitglieder und viele Bürger aus Schortens werden erwartet. Neben dem Auftritt der "Hungarian Brass", Kurorchester der Wangerland Touristik, möchten Heiner Lenz von der Gaststätte ,,Zum Forsthaus Upjever" und die Gastronomiekooperation "Die Seesterne" aus dem Wangerland die Gäste gastronomisch verwöhnen. „Säge angefahren “ weiterlesen

Lebendige Geschichte des Waldes

Fundamente gegossen / "Scharfer Zahn" unter Dach und Ausstellungen in der Krongutsscheune

Das erste sichtbare Zeichen steht: Mit dem Aufbau der historischen Gattersäge bricht ein neues Kapitel im Upjeverschen Forst an. Längeres Projekt mit Lerncharakter.

UP JEVER/M - Hinter den Kulissen wird fleißig gewerkelt. Und bis die ganze Arbeit erledigt ist, wird es auch noch eine Weile dauern. "Wahrscheinlich bis 2010, dann müsste alles fertig sein", berichtete Oberförster Carsten-Friedrich Streufert. Er ist als Waldfachmann natürlich in die Pläne neben der alten Krongutsscheune eingeweiht.

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Restaurierung des Unikats von 1910 beginnt

Verein "Gattersäge“ hat historisches Stück ins Wangerland geschafft / Bauantrag für Ausstellungsgebäude

OSTIEM/WANGERLAND/KH- In einer groß angelegten Aktion wurden jetzt die Einzelteile einer Gattersäge von Ostiem ins Wangerland transportiert. Dort hat der Verein „Gattersäge Upjever" eine Halle gepachtet, in der die Säge wieder in Stand gesetzt und restauriert wird.

Unter Federführung von Raimund Baust (Schortens) und zehn Vereinsmitgliedern wurden drei Treckeranhänger mit allem Zubehör beladen und dann ging es an den neuen Standort. Wenn alles wieder gangbar und funktionsfähig ist, werden die Teile in den Upjeverschen Forst überführt. Dort soll neben der Krongutscheune an der Försterei im Laufe dieses Jahres ein Gebäude als Ständerwerk errichtet werden, in dem unter anderem die Gattersäge, eine Besaumsäge und ein Dicktenhobel installiert werden. Die Säge selbst, ein Unikat aus dem Jahre 1910, wird durch einen Elektromotor über Transmissionsriemen angetrieben.

Das Engagement der neuen Mitglieder ist nicht hoch genug zu bewerten. Mehrere von ihnen haben sich bereit erklärt, bestimmte Arbeiten zu übernehmen. So müssen Schienen gerichtet und entrostet, der Vortriebwagen in Stand gesetzt und Spindeln gangbargemacht werden. Der Rahmen der Gattersäge hat ei- ne Entrostung nötig, Vorgelege sowie Getriebe sind zu überholen. Für alle diese Arbeiten wird ein Arbeitsdienst eingerichtet.

Mittlerweile hat der im November 2005 gegründete Verein 25 Mitglieder. Für das Ständerwerk in Upjever wurde inzwischen von Mitglied Torsten Meuer einen Plan erstellt, ein Statiker übernahm die notwendigen Berechnungen. Nächste Woche soll der Bauantrag auf den Weg gebracht werden. Den Aufbau des Gebäudes will die Kreishandwerkerschaft Friesland in Jever in Form eines Projektes bewerkstelligen. Die Berufsbildenden Schulen in Jever haben ebenfalls Bereitschaft signalisiert, bestimmte Arbeiten zu erledigen. Auch einige Unternehmen wollen sich an dem Projekt beteiligen. Der Jeverländische Altertums- und Heimatverein, bisheriger Eigentümer der Säge, hat sie dem Verein „Gattersäge Upjever" in einem Schenkungsvertrag übereignet. Außerdem wird er einen Betrag als Anschubfinanzierung bereitstellen.

Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 24. März 2006