100 JAHRE ALTE SCHWARZKIEFER FÜR DEN FLOßBAU DES INTEGRATIONSPROJEKTS

„Die Jugendgruppe von „Lebensweisen“ arbeitet zusammen mit dem Verein Gattersäge, dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium und dem Kanu-Club Sande an einem Integrationsprojekt, in dessen Mittelpunkt die Erstellung eines funktionstüchtigen Floßes steht. Für die Beplankung des Floßes wurde jetzt der wohl schwerste Baumstamm, der bislang im Upjeverschen Forst bearbeitet wurde, vorbereitet. Es handelt sich um eine rund 2,4 Tonnen schwere Schwarzkiefer, die einen Durchmesser von 0,8 Meter aufweist und geschätzte 100 Jahre alt ist. Sie musste 2008 gefällt werden, weil sie den Sturmschaden von 1972 nicht verkraftet hat. Auf dem Foto bereiten Holger Krahe (links) und Peter Homfeldt vom Verein Gattersäge den sechs Meter langen Baumstamm zur Erstellung der Beplankung den Floßbau vor.

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BILD: TORKLER

Quelle: Jeversches Wiochenblatt vom 10.04.2010

Das Floß

Quelle und Urheber des Beitrages

Anfang 2010

Frei nach dem Titel dieses nur so nach Teer und Salzluft triefenden Liedes soll ein Floß entstehen, auf dem junge Menschen mit Behinderungen, die BetreuerInnen, die Männer von der Gattersäge aus Upjever, einige Väter und Freunde des Vereins zwar nicht in See, so aber zumindest in Küsten-nahen Gewässern kreuzen und die Wellen brechen wollen! Der  Sander Kanu- u. Segelverein  wird rechtzeitig zum Stapellauf dabei sein.

Ist das nun gelebte Integration, nur eine Illusion oder gar Kokolores?

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Nachdem man sich auf den Bauplan von Holger Krahe (Chefplaner, Konstrukteur, Sägemüller bei der Gattersäge sowie auch Vereinsmitglied) geeinigt hatte, ging es auch schon bald los:

1. Termin im Forst Upjever : 13.03.2010, 11:00 bei der Gattersäge in Upjever. Danke an dieser Stelle schon mal an den Revierförster, dass auch die Forstverwaltung mitmacht.

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Aus Baumstämmen werden Bänke

Hunderte von Besuchern beim Sägefest / 50.Mitglied im Verein begrüßt

„Die habe ich noch in meiner Kindheit bei der Baustoffhandlung Bargen in Jever erlebt“, weckten die Demonstrationen mit der Gattersäge beim „Forsthaus Upjever“ bei dem 76-jährigen Paul Meyer (Jever) lange zurückliegende Erinnerungen. Einem Großteil der zwischen 600 und 700 Besucher, die am Sonntag zum Sägefest kamen, dürfte diese Art der Holzverarbeitung bislang fremd gewesen sein.

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„Wir haben hier die Horizontalgattersäge mit einem Sägeblatt, das immer nur einen Schnitt macht“, erklärte 1. Vorsitzender Klaus Homola vom Verein Gattersäge Upjever. „Hingegen können die senkrecht arbeitenden mit mehreren Sägeblättern nebeneinander einen Baumstamm gleich in einem Arbeitsgang in mehrere Stücke teilen und somit auf Anhieb zersägen“, zog Homola einen Vergleich.
Eine Horizontalgattersäge sei deshalb heute nicht mehr wirtschaftlich und werde deshalb auch nicht gewerblich eingesetzt. Die während der Demonstration geschnittenen Schwarten sind für die Stadt Schortens bestimmt, die aus dem Eschenholz Bänke fertigen will.
„In Ruttelerfeld gibt es die nächste Horizontalgattersäge, die jedoch nicht elektrisch, sondern mit Windkraft betrieben wird“, machte Homola auf die Unterschiede aufmerksam, „während es in Süddeutschland viele Wasser betriebene Gattersägen gibt.“ Diese Sägen dürfen nur von Sägemüllern bedient werden.

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Der Verein in Upjever verfügt über 15 freiwillige Sägemüller, die in jeweils zwei Wochenenden währenden Kursen ausgebildet worden sind. Solche Kurse, die bisher im Osnabrücker Land abgehalten wurden, sollten nächstes Jahr in Upjever abgehalten werden.
Neben Sägevorführungen standen auch andere Programmpunkte im Fokus. Drechsel- und Flechtarbeiten, Landmaschinenausstellung, Nistkastenbau, Nagelbalken und das Schmieden von Nägeln gehörten dazu. Sehr gut angenommen wurde das Holzratespiel, bei dem es 16 verschiedene Arten zuzuordnen galt. Aus Krankheitsgründen mussten Arbeiten mit Laubsägen ausfallen.
Auch Gaumenfreuden durch Fleisch und Würstchen vom Grill, Salate und Getränke sowie Torten, Kuchen, Tee und Kaffee trugen zum Gelingen des vom Wetter begünstigten Sägefestes bei. Außerdem konnte 1. Vorsitzender Klaus Homola (Ziallerns) das 50. Mitglied begrüßen: Jonny Nöth aus Jever.

Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 09.09.2015