Das Floß

Quelle und Urheber des Beitrages

Anfang 2010

Frei nach dem Titel dieses nur so nach Teer und Salzluft triefenden Liedes soll ein Floß entstehen, auf dem junge Menschen mit Behinderungen, die BetreuerInnen, die Männer von der Gattersäge aus Upjever, einige Väter und Freunde des Vereins zwar nicht in See, so aber zumindest in Küsten-nahen Gewässern kreuzen und die Wellen brechen wollen! Der  Sander Kanu- u. Segelverein  wird rechtzeitig zum Stapellauf dabei sein.

Ist das nun gelebte Integration, nur eine Illusion oder gar Kokolores?

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Nachdem man sich auf den Bauplan von Holger Krahe (Chefplaner, Konstrukteur, Sägemüller bei der Gattersäge sowie auch Vereinsmitglied) geeinigt hatte, ging es auch schon bald los:

1. Termin im Forst Upjever : 13.03.2010, 11:00 bei der Gattersäge in Upjever. Danke an dieser Stelle schon mal an den Revierförster, dass auch die Forstverwaltung mitmacht.

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Aus Baumstämmen werden Bänke

Hunderte von Besuchern beim Sägefest / 50.Mitglied im Verein begrüßt

„Die habe ich noch in meiner Kindheit bei der Baustoffhandlung Bargen in Jever erlebt“, weckten die Demonstrationen mit der Gattersäge beim „Forsthaus Upjever“ bei dem 76-jährigen Paul Meyer (Jever) lange zurückliegende Erinnerungen. Einem Großteil der zwischen 600 und 700 Besucher, die am Sonntag zum Sägefest kamen, dürfte diese Art der Holzverarbeitung bislang fremd gewesen sein.

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„Wir haben hier die Horizontalgattersäge mit einem Sägeblatt, das immer nur einen Schnitt macht“, erklärte 1. Vorsitzender Klaus Homola vom Verein Gattersäge Upjever. „Hingegen können die senkrecht arbeitenden mit mehreren Sägeblättern nebeneinander einen Baumstamm gleich in einem Arbeitsgang in mehrere Stücke teilen und somit auf Anhieb zersägen“, zog Homola einen Vergleich.
Eine Horizontalgattersäge sei deshalb heute nicht mehr wirtschaftlich und werde deshalb auch nicht gewerblich eingesetzt. Die während der Demonstration geschnittenen Schwarten sind für die Stadt Schortens bestimmt, die aus dem Eschenholz Bänke fertigen will.
„In Ruttelerfeld gibt es die nächste Horizontalgattersäge, die jedoch nicht elektrisch, sondern mit Windkraft betrieben wird“, machte Homola auf die Unterschiede aufmerksam, „während es in Süddeutschland viele Wasser betriebene Gattersägen gibt.“ Diese Sägen dürfen nur von Sägemüllern bedient werden.

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Der Verein in Upjever verfügt über 15 freiwillige Sägemüller, die in jeweils zwei Wochenenden währenden Kursen ausgebildet worden sind. Solche Kurse, die bisher im Osnabrücker Land abgehalten wurden, sollten nächstes Jahr in Upjever abgehalten werden.
Neben Sägevorführungen standen auch andere Programmpunkte im Fokus. Drechsel- und Flechtarbeiten, Landmaschinenausstellung, Nistkastenbau, Nagelbalken und das Schmieden von Nägeln gehörten dazu. Sehr gut angenommen wurde das Holzratespiel, bei dem es 16 verschiedene Arten zuzuordnen galt. Aus Krankheitsgründen mussten Arbeiten mit Laubsägen ausfallen.
Auch Gaumenfreuden durch Fleisch und Würstchen vom Grill, Salate und Getränke sowie Torten, Kuchen, Tee und Kaffee trugen zum Gelingen des vom Wetter begünstigten Sägefestes bei. Außerdem konnte 1. Vorsitzender Klaus Homola (Ziallerns) das 50. Mitglied begrüßen: Jonny Nöth aus Jever.

Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 09.09.2015

Mast- und Schotbruch

Die TYRKIR ist der Nachbau eines Wikingerschiffes, der Ende 1999 in Wilhelmshaven als Jugendinitiative begann und mit der Schiffstaufe am 30.06.2001 endete. Bereedert wird das Schiff vom Förderverein Wilhelmshavener Wikingerschiff und wird seitdem zu unterschiedlichen Anlässen, u.a. beim jährlichen Wochenende an der Jade eingesetzt.
Die Crew hatte nun im vergangenen Jahr den Verdacht, dass der Mast möglicherweise angefault sein könnte. Unter dem Motto „Vereine helfen Vereinen“ haben unsere Sägemüller Holger Krahe und Winfried Kaehler den Mast am 26. Januar diesen Jahres auf der Gattersäge in Upjever aufgetrennt. Problematisch war dabei die Mastlänge, denn mit 9,5 Metern ist er um 1,5 Meter länger als der Sägewagen. Aber mit viel Erfahrung und mit Hilfe einer Laserwasserwaage und tatkräftiger Unterstützung durch ein Team des Fördervereins unter Leitung von Jens Tallasch wurde der Mast so eingemessen und aufgespannt, dass er ohne größere Schwierigkeiten zweimal der Länge nach aufgeschnitten werden konnte.
Dabei hat sich der Verdacht der Crew leider bestätigt. Aber der Schaden ist noch zu reparieren, da die Faulstellen ersetzt werden können. Anschließend wird der Mast wieder zusammengeleimt, so dass alle Beteiligten davon ausgehen, dass das rot-weiße Segel bald wieder am Horizont des Jadebusens auftauchen wird. Unser Verein wünscht der TYRKIR jedenfalls weiterhin eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Was bedeutet eigentlich der Schiffsname?
TYRKIR hieß der Ziehvater von Leif Erickson, dem man ja die erste Entdeckung von Nordamerika zuschreibt und wahrscheinlich heute noch in den deutschen Namen Dietrich und Dirk zu finden.

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