Aus Baumstämmen werden Bänke

Hunderte von Besuchern beim Sägefest / 50.Mitglied im Verein begrüßt

„Die habe ich noch in meiner Kindheit bei der Baustoffhandlung Bargen in Jever erlebt“, weckten die Demonstrationen mit der Gattersäge beim „Forsthaus Upjever“ bei dem 76-jährigen Paul Meyer (Jever) lange zurückliegende Erinnerungen. Einem Großteil der zwischen 600 und 700 Besucher, die am Sonntag zum Sägefest kamen, dürfte diese Art der Holzverarbeitung bislang fremd gewesen sein.

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„Wir haben hier die Horizontalgattersäge mit einem Sägeblatt, das immer nur einen Schnitt macht“, erklärte 1. Vorsitzender Klaus Homola vom Verein Gattersäge Upjever. „Hingegen können die senkrecht arbeitenden mit mehreren Sägeblättern nebeneinander einen Baumstamm gleich in einem Arbeitsgang in mehrere Stücke teilen und somit auf Anhieb zersägen“, zog Homola einen Vergleich.
Eine Horizontalgattersäge sei deshalb heute nicht mehr wirtschaftlich und werde deshalb auch nicht gewerblich eingesetzt. Die während der Demonstration geschnittenen Schwarten sind für die Stadt Schortens bestimmt, die aus dem Eschenholz Bänke fertigen will.
„In Ruttelerfeld gibt es die nächste Horizontalgattersäge, die jedoch nicht elektrisch, sondern mit Windkraft betrieben wird“, machte Homola auf die Unterschiede aufmerksam, „während es in Süddeutschland viele Wasser betriebene Gattersägen gibt.“ Diese Sägen dürfen nur von Sägemüllern bedient werden.

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Der Verein in Upjever verfügt über 15 freiwillige Sägemüller, die in jeweils zwei Wochenenden währenden Kursen ausgebildet worden sind. Solche Kurse, die bisher im Osnabrücker Land abgehalten wurden, sollten nächstes Jahr in Upjever abgehalten werden.
Neben Sägevorführungen standen auch andere Programmpunkte im Fokus. Drechsel- und Flechtarbeiten, Landmaschinenausstellung, Nistkastenbau, Nagelbalken und das Schmieden von Nägeln gehörten dazu. Sehr gut angenommen wurde das Holzratespiel, bei dem es 16 verschiedene Arten zuzuordnen galt. Aus Krankheitsgründen mussten Arbeiten mit Laubsägen ausfallen.
Auch Gaumenfreuden durch Fleisch und Würstchen vom Grill, Salate und Getränke sowie Torten, Kuchen, Tee und Kaffee trugen zum Gelingen des vom Wetter begünstigten Sägefestes bei. Außerdem konnte 1. Vorsitzender Klaus Homola (Ziallerns) das 50. Mitglied begrüßen: Jonny Nöth aus Jever.

Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 09.09.2015

Ein großes Sägefest mitten im Wald

 Verein lädt zur Einweihung der Gattersäge ein

Dank an viele ehrenamtliche Helfer und Förderer. Zwei Sägemüller fahren die Säge an. Publikumsinteresse ist riesengroß.

UP JEVER/M- Das erste Brett ist fertig. Die Sägespäne in den blauen Tonnen dokumentieren, dass die Mitglieder des Vereins „Gattersäge“ nun in ihrem Element sind. Die besondere Säge, sie zerlegt ganze Bäume in einzelne Bretter, ist aus ihrem Tiefschlaf erwacht. Nur im Beisein von zwei Experten werden die Riemen der Gattersäge in Gang gebracht.

In liebevoller Kleinarbeit haben die Tüftler um Vorsitzenden Klaus Homola ihre Säge wieder flottgemacht. Schon jetzt haben 1000 Besucher diesen Aufbau begleitet. Ein 160 Quadratmeter großes Haus wurde beim Forsthaus für die Gattersäge gebaut. Am 12. Oktober wird hier ein großes Sägefest gefeiert. Es ist auch ein Dankeschön-Fest für die vielen Sponsoren und Helfer, deren Zuschüsse und Arbeitsleistung die Säge wieder zum Leben erweckt haben. Von 11 bis 18 Uhr ist dieser Tag zum Ansägen gedacht, eine offizielle Einweihung wird es um 14 Uhr geben.

„Die Neugierde ist unheimlich groß“, freuen sich die Vorstandsmitglieder. Der Verein wird von knapp 40 Mitgliedern gebildet, fast die Hälfte bringt sich auch aktiv ein. Neun haben sich zum Sägemüller ausbilden lassen. „Von Null auf 100 innerhalb von drei Jahren – das ist toll“, freut sich Homola.

Quello: JeWo vom 25.09.2008

Weitere Bilder vom Ansägen aus 2008:

Säge angefahren 

Freitag wird das Richtfest gefeiert

UPJEVER Der Verein „Gattersäge Upjever“ fiebert den Richtfest entgegen. Dafür wurden alle Vorbereitungen getroffen, um am kommenden Freitag, 15. Juni, ab 18 Uhr diesen Anlass mit vielen Freunden, Mitgliedern und Sponsoren zu feiern.

Sein Kommen hat der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, ebenso zugesagt wie CDU-Landtagsabgeordnete Inse-Marie Ortgies und Landrat Sven Ambrosy. Weitere Vertreter der Kommunen, Ratsmitglieder und viele Bürger aus Schortens werden erwartet. Neben dem Auftritt der „Hungarian Brass“, Kurorchester der Wangerland Touristik, möchten Heiner Lenz von der Gaststätte ,,Zum Forsthaus Upjever“ und die Gastronomiekooperation „Die Seesterne“ aus dem Wangerland die Gäste gastronomisch verwöhnen. „Säge angefahren “ weiterlesen